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Lumu Power 2 vs. Sekonic Speedmaster L-858-D — Was kann der iPhone Belichtungsmesser?

Vor Kurzem habe ich den Lumu Power 2 von Lumulabs ausgiebig getestet und ihn gegen mein bewährtes High End-Model von Sekonic, den Speedmaster L-858-D, verglichen.

Ob der Belichtungsmesser für das iPhone ein Spielzeug ist oder mit dem Sekonic mithalten kann, erfährst Du in diesem Artikel!

Zum Messen der Belichtung von Blitz- und Umgebungslicht und Blitzdauer nutze ich normalerweise meinen High End-Belichtungsmesser Sekonic Speedmaster L-858-D.
Er ist wirklich sehr präzise und hat mich noch niemals enttäuscht.

Doch vor einiger Zeit benötigte ich ein Farbtemperaturmessgerät, mit dem ich die Farbtemperatur von Umgebungs- und Blitzlicht messen kann. Dies bietet mein Sekonic Speedmaster leider nicht. Ein gutes Farbmessgerät von Sekonic kostet mindestens 1200€. Der Funktionsumfang geht aber weit über das, was ich messen möchte, hinaus, weshalb die für meinen Anwendungsfall eine zu große Investition darstellte.

Ich erinnerte mich an den Lumu Power 2, den ich vor einigen Monaten auf der Photokina 2019 auf dem Stand von Lumulabs etwas ausprobieren konnte. Den Lumu Power 2 gibt drei verschiedene Varianten, von denen aber nur die PRO die Farbtemperatur von Blitzlicht messen kann.

Die drei Versionen des Lumu Power 2. Der Lumu kann jederzeit über ein kostenpflichtiges Update auf eine höhere Version umgewandelt werden.

Preislich ist er sehr interessant, denn er soll die Funktionen bieten, die ich bei meinem Sekonic Speedmaster nutze und darüber hinaus auch noch die Farbtemperatur von Blitz- und Umgebungslicht messen können.
Wir sprechen hier von einem Preisunterschied von 1790€ vs. 455€ (Sekonic Speedmaster + Sekonic SpectroMaster C-700R vs. Lumu Power 2 PRO).

Weiter hat mich auch beim Lumu Power 2 die Benutzerführung über eine moderne iPhone-App angesprochen.

Kaufen

Der Kauf gestaltete sich zunächst etwas schwierig, denn in Deutschland gibt es derzeit keinen Händler der den Lumu Power 2 direkt vertreibt. Deshalb musste ich direkt bei Lumulabs in Slovenien bestellen. Aber das ist überhaupt kein Problem, den Lumulabs versendet sehr schnell und versandkostenfrei mit DHL-Express.

Somit habe ich im März 2019 den Lumu Power 2 in der PRO-Version bestellt und er kam bereits nach zwei Arbeitstagen bei mir an. Schneller wäre ein in Deutschland ansässiger Händler auch nicht.

Für mehrere Tage habe ich den Lumu Power 2 nun in verschiedenen Situationen getestet.
Die Testergebnisse basieren alle auf der Lumu App-Version 3.3.1/179, dem Lumu Power 2 mit Firmware 1.4 und einem iPhone X mit iOS-Version 12.1.4.

Aus welchen Komponenten besteht der Lumu Power 2?

Lumu Power 2

Kalotte

Der Lumu Power 2 Lichtmesser besteht zum Einen aus einer kleinen Kalotte mit Lightning-Anschluss, den man direkt mit seinem iPhone oder iPad verbindet. Sie ist aus Kunststoff und hochwertig verarbeitet und von einem Chromring umgeben.

Die Kalotte mißt das Umgebungs- und Blitzlicht und die flache Seite die Farbtemperatur und Luminanz.

Der Lumu Power 2 kommt mit einem Etui, das ihn sicher verstaut. Das Etui ist leider einen Tick zu eng geraten. Man muss ihn ganz schön hinein drücken um den Klappdeckel zuzubekommen. Genauso schwer bekommt man ihn danach natürlich auch wieder heraus.

Es wurde aber auf der anderen Seite viel Wert auf Liebe zum Detail gelegt und im Schließknopf der Schriftzug „Lumu Power“ eingestanzt.

Kalotte vom Lumu ist nicht versenkbar

Es fällt einem sofort auf, dass die Kalotte vom Lumu nicht versenkbar konstruiert ist, wie die der meisten Belichtungsmesser.

Eine versenkbare Kalotte benötigt man, wenn man gezielt Licht aus einer bestimmten Richtung messen möchte ohne dass Licht aus anderen Richtungen die Messung beeinflusst. Zum Beispiel bei mehreren aufgebauten Blitzen.

Beim Lumu muss mit der Hand eine Abschattung zu den anderen Blitzen geformt werden sonst wird er in dieser Situation immer die anderen Blitze mit messen und kein korrektes Ergebnis abliefern.

Beim Sekonic kann man die Kalotte versenken um gezielt einzelne Blitze zu messen

Der Lumu benötigt immer das iPhone

Dies ist ein großer Unterschied zum Sekonic L-858-D. Während der Sekonic ein solides, eigenständiges Gerät ist, benötigt man für den Betrieb des Lumu Power 2 immer sein iPhone.

Der Aufbau aus iPhone und Lumu Power 2 wirkt zusammen nicht sonderlich stabil und auf keinen Fall so solide und unverwüstlich wie der Sekonic. Ich will es nicht ausprobieren, aber sowohl iPhone als auch der Lumu sind keine Geräte, die am Set achtlos herumliegen können oder herunterfallen dürfen. Groß ist die Gefahr von Kratzern, Spiderman-Displayschaden oder abgebrochenem Lightning-Anschluss der Kalotte. Aus meiner Sicht ist eine Schutzhülle für das iPhone Pflicht.

Natürlich muss das iPhone genug Ladung haben und nicht anderweitig, zum Beispiel zum Telefonieren oder als Kamera benötigt werden. Es gibt auch Bedenken wegen der Privatsphäre, wenn mehrere Personen am Set mit dem Lichtmesser arbeiten sollen.

Ein Vorteil des Sekonic ist auch, dass er mit zwei AA-Batterien betrieben wird und eine schier ewige Akkulaufzeit hat. Und wenn die Batterien leer sind legt man einfach neue ein. Bei einem iPhone muss man aufpassen, dass der Akku für alles reicht, da es mittlerweile eine so große Menge an Aufgaben erledigen muss. 

Der Startbildschirm der App mit allen Modulen

iOS App

Zum Anderen besteht der Lumu Power 2 aus der dazugehörigen iOS App. 
Praktisch ist, dass beim Anstecken des Lumu Power 2 automatisch eine Meldung erscheint, über die man die Lumu App starten kann.

Die App ist relativ überschaubar aufgebaut. 
Untereinander listet sie die verschiedenen Modi des Lumu Power 2, die man erworben hat.

Unter Einstellungen oben links lassen sich globale Einstellungen für alle Modi vornehmen. Zum Beispiel lässt sich hier konfigurieren, ob der Lumu in allen Modi so funktioniert, dass er beim Drücken auf „Messen“ eine Messung vornimmt, oder ob der Knopf sich als Start/Stop-Funktion verhält und dazwischen kontinuierlich mißt.

Der Startbildschirm der App mit allen Modulen

Die App bildet die für Lichtmesser übliche seitliche Taste für „Messen“ über die Lautstärketasten vom iPhone ab. Das ist zwar eine nette Idee, allerdings hält man das iPhone mit der Kalotte üblicherweise nach oben, wodurch die Tasten unten rechts sind und sich nicht mehr gut erreichen lassen. Eine nette Idee, die und er Praxis aber nicht gut funktioniert.

Im folgenden gehe ich auf einige der Bereiche der App ein, die für Fotografen relevant sind.

Wie gut ist die Messung über die iPhone-Kamera?

Spotmessung

Die Spotmessung vom Lumu Power ist eine frei verfügbare Funktionalität der App, die die aufgesetzte Kalotte nicht benötigt.
Sie verwendet dazu die iPhone-Kamera.

Dabei bietet die App zwei Modi: Die normale Messung und die Punktmessung.

In beiden Fällen gibt man wie üblich zwei Werte vor und die App berechnet die dritte Komponente.
Dabei finde ich es aber etwas verwirrend, dass man zum Wechseln, welcher Wert errechnet werden soll, nicht auf den Wert den man einstellen, sondern auf den, den man nicht einstellen will, tippen muss.

Normale Messung

Diese Messung ist im Grunde mit der Mehrfeldmessung der Kamera zu vergleichen. Es wird ein großer Bereich der iPhone-Kamera genutzt um einen Durchschnitt für die Belichtung zu berechnen.

Hier hat der Lumu Power 2 einen Vorteil zum Sekonic, denn dieser unterstützt keine Mehrfeldmessung.

Der Sekonic unterstützt nur eine Spotmessung, also die Messung eines kleinen Bereiches im Bild.

Er kann aber sozusagen eine manuelle Mehrfeldmessung durchführen bzw. das Berechnen eines Durchschnitts für bis zu 9 Spotmessungen. Dies ist zwar deutlich umständlicher, aber es hat wiederum den Vorteil, dass man als Fotograf selbstständig die Punkte für seine Belichtung wählen kann.

Der Vergleich der Messerwerte zwischen Kamera-, Lumu- und Sekonic-Mehrfeldmessung ergab exakt die gleiche Belichtungszeit von 0,5s. Das ist erstaunlich, dafür dass beim Lumu lediglich die iPhone Kamera genutzt wird, die alles andere als ein Präzisionsmessgerät ist.

Point-Messung

Die Point-Messung wie sie die Lumu App nennt, ist vergleichbar mit der Spotmessung der Kamera und des Sekonics.

Um die Point-Messung beim Lumu zu starten, tippt man unten links im Bild auf „Point“. Dabei zoomt die App praktischerweise in das Bild hinein und man kann so leichter den Punkt finden, den man messen möchte.

Die Messung wurde auf genau dem gleichen Bildpunkt durchgeführt. Allerdings ergab sich eine größere Abweichung vom Lumu zum Rest.

Die Kamera mit 1s und Sekonic mit 1,6s liegen mit ihren Messungen fast gleich. Während der Lumu mit 3,2s deutlich überbelichtete.

Schade ist, dass der Lumu nicht wie der Sekonic eine Durchschnittsberechnung aus mehreren Punktmessungen machen kann.

Filterausgleich

Der Lumu als auch der Sekonic können gemessene Werte praktischerweise unter Berücksichtigung von verwendeten Filtern umrechnen. Das ist zum Beispiel für Landschaftsfotografen interessant.
Möchte man beispielsweise einen ND8-Graufilter einsetzen, so zeigen die Geräte die Belichtungszeit gleich mit plus drei Blendenstufen an.

 

Lumu Filterauswahl
Lumu angewendeter Filter

Die Filterauswahl der Lumu App ist sehr übersichtlich gestaltet und auch neue Filter lassen sich schnell und beliebig anlegen.

Beim Sekonic kann man seine Filter auch konfigurieren von denen dann bis zu vier kombiniert ausgewählt werden können.

Mit +12 EV gibt es aber eine kleine Einschränkung mit der man einen Filter maximal anlegen kann. Hat man einen +15EV Filter, muss man sich mit einem +12EV und einem +3EV behelfen, was in der Praxis aber kein Problem darstellt.

Sekonic Filterauswahl
Sekonic angewendeter Filter

Für den Sekonic wird zudem eine Desktop-Software angeboten, mit der sich der Belichtungsmesser bequem per USB-Kabel vom Mac oder PC aus einstellen lässt.

Wie gut mißt der Lumu Power 2 das Umgebungslicht?

Umgebungslichtmessung

Der Multi-Modus erlaubt das Messen mehrerer Werte und das Berechnen eines Durchschnitts.

Dies geschieht rein über die Touch-Bedienung. Es wird ein Wert gemessen und über den (+)-Knopf gespeichert. Wenn man alle Werte gesammelt hat, betätigt man die AVG-Taste um den Durchschnitt zu erhalten.

Bei der Umgebungslichtmessung kommt nun das erste Mal die Kalotte vom Lumu Power 2 zum Einsatz.

Die Umgebungslichtmessung unterstützt der Lumu als Single und Multi-Messung.

Die Single-Messung erlaubt wieder wie erwartet die Angabe von zwei Belichtungsparametern und der Dritte wird berechnet.

Der Single-Modus macht bei Betätigen der Messen-Taste nur eine Messung.

Beim Sekonic gibt es eine dedizierte Messen- und Speicherntaste. Damit arbeitet es sich natürlich deutlich schneller und mit nur einer Hand. Das Arbeiten damit geht immer nach dem Schema: Messentaste, Wert ok?, Speicherntaste usw.…

Nach dem Messen betätigt man unten links die AVG-Schaltfläche und bekommt den Durchschnittswert seiner gespeicherten Werte.

Der Testaufbau

Bei folgendem Testaufbau befindet sich im Vordergrund ein Vogel auf einem Baumstumpf und wird fast nicht beleuchtet. Im Hintergrund befindet sich aber eine helle Umgebung.

Es wurde eine Messung über die Kalotte am Vogel und am Hintergrund durchgeführt, der Durchschnitt berechnet und jeweils mit den Einstellungen ein Bild gemacht.
Zum Vergleich wurde noch ein Bild mit der Mehrfeldmessung der Kamera aufgenommen.

Der Lumu mit 0,8s und Sekonic mit 0,6s haben den Job gleichermaßen gut gemeistert. Die Kamera hat sich mit ihrer Mehrfeldmessung von den starken Lampen zu einer stärkeren Unterbelichtung entschieden.

Wie genau mißt der Lumu Blitze?

Blitzbelichtungsmessung

Um die Blitzbelichtung zu testen wurde der gleiche Aufbau mit dem Vogel im Vordergrund herangenommen.

Allerdings war diesmal die Anforderung den im Schatten liegenden Vogel mit einem Blitz auszuleuchten und gleichzeitig den Hintergrund ausreichend lange zu belichten.

Der Blitz wurde nur auf den Vogel gerichtet und mit einem 5° Grid versehen, damit das Licht ausschließlich auf den Vogel fällt.

Beleuchtungsskizze für Blitzbelichtungsmessung

Zunächst wurde mit jeweils dem Lumu und dem Sekonic die Hintergrundbeleuchtung gemessen. Hier kam beim Lumu 1/5s und beim Sekonic 1/4s heraus.

Dies ist die Belichtungszeit für die Kamera.

Dann wurde der Blitz manuell mit dem jeweiligen Belichtungsmesser auf die Blende 2 und ISO 100 eingemessen.

Da sowohl die Messung der Hintergrundbeleuchtung als auch Messung des Blitzes fast gleich waren, ist auch das Ergebnis relativ ähnlich.

Ohne Blitz

Diese Aufgabe hat der Lumu als auch der Sekonic sehr gut bewältigt.

Test über alle Energiestufen des Blitzes

In einem weiteren Test habe ich den Lumu und den Sekonic nebeneinander auf ein Stativ montiert. Es wurden zwei Messreihen durchgeführt. Einmal War der Blitz in einem Abstand von 2m und einmal in 60cm davor aufgebaut. Dann wurde Stück für Stück die Blitzenergie hochgedreht um zu sehen, ob es Messunterschiede gibt.

Als Blitz kam ein Profoto D2 1000W mit dem Standardzoomreflektor zum Einsatz.

Test mit einem Abstand von 2 Meter zum Blitz

Zum Teil bekommt der Lumu nicht mit, dass geblitzt wurde
EnergiestufeLumuSekonic
11.11.1
21.81.8
32.82.5
44.03.6
54.05.0
69.08.0
71311
81616
92222
102932

Der Lumu und der Sekonic liefern hier relativ ähnlich Ergebnisse. Der Sekonic verhält sich etwas verlässlicher was das erwartete Messergebnis angeht. Aber beides ist abzüglich kleiner Toleranzen korrekt.

Bei Energiestufe 5 ist beim Lumu etwas zu beobachten, worauf ich später noch näher eingehen werde. Es kommt immer wieder vor, dass der Lumu messbereit ist, aber vom Blitz nichts mitbekommt. Deshalb ist die Messung bei Energiestufe 5 die Messung von Energiestufe 4.

Gleicher Test mit einem Abstand von 60cm

EnergiestufeLumuSekonic
12.82.5
24.54.0
37.15.6
4109.0
51311
61618
71825
81835
92551
103672

Ist der Abstand zum Blitz kürzer, versagt der Lumu ab Energiestufe 7 seinen Dienst.

Die Werte sind ab dieser Stufe auch abzüglich von Toleranzen total daneben. Wenn „Flash too high“ in rot für die Blitzdauer angezeigt wird, wurde laut Lumu-Support das Limit des Messsensors erreicht. Das Diagram zeigt eine stark abgeschnittene Kurve, was signalisiert, dass die Helligkeit des Blitzes für den Lumu zu hoch war um noch genau messen zu können.

Auch ist bei Energiestufe 8 wieder das zuvor beschriebene Verhalten mit dem nicht bemerkten Blitz aufgetreten. Auch ein zweiter genau gleich durchgeführter Test hat wieder bei Energiestufe 8 beim Lumu diesen Messfehler erzeugt.

Beide Probleme sind beim Sekonic, seid ich ihn verwende, noch nie aufgetreten.

Die Werte des Sekonic entsprechen den Erwartungen und sind korrekt.

Bis hin zu völliger Verweigerung zu Messen

Messfehler vom Lumu

Mir ist bereits einige Male beim Testen aufgefallen, dass obwohl der Lumu messbereit ist, er von ca. 10 Blitzen meistens einen ignoriert und das alte Messergebnis anzeigt.

Man lernt sehr schnell, dass man nach dem vermeintlichen Messen unbedingt immer auf dem Display darauf achten muss, dass der gemessene Wert blinkt und die Blitzdauerkurve  animiert wird. Dies sind die einzigen Anzeichen für eine Messung. Ansonsten kann man sich nicht sicher sein, dass er überhaupt gemessen hat und nicht noch den Wert der vorherigen Messung anzeigt.

Meistens kann man ihn durch ein oder zwei mal erneut blitzen dazu bewegen den Blitz zu erkennen und zu messen.

Auf Dauer nervt dieses Fehlverhalten natürlich gewaltig. Ich möchte nicht bei jedem Messen prüfen müssen ob er gemessen hat. Ich möchte mich auf mein Messgerät verlassen können und einfach den Wert ablesen. 

Der Sekonic hatte weder in diesen Tests noch in meinem sonstigen Praxiseinsatz jemals Probleme einen Blitz zu erkennen.

LED-Einstelllicht

Wie ich mit meinem Profoto B1X festgestellt habe, hat der Lumu große Probleme mit Blitzköpfen mit einem LED-Einstellicht.

Der Aufbau war wie im Bild oben gezeigt. Ein Profoto B1X mit Standardzoomreflektor im Abstand von 60cm zum Lichtmesser. Das Einstelllicht ist proportional zur Blitzenergie eingestellt.

  1. Im Video sieht man wie ich bei der niedrigsten Blitzenergie (2) beginne und blitze. Hier gibt es noch keine Problem.
  2. Dann drehe ich die Energiestufe höher, was auch das Einstelllicht erhöht. Relativ früh erkennt der Lumu das Einstelllicht als Blitz und verfängt sich in einer Endlosschleife zwischen Blitz erkennen und Ergebnis anzeigen. Er zeigt F1.0/F1.1 an.
  3. Ich drehe die Energie immer höher und Blitze jedes Mal, was den Lumu nicht interessiert. Der Sekonic hat keine Probleme und zeigt immer das korrekte Ergebnis an.
  4. Irgendwann zeigt er F1.6 an und scheint nicht mehr in seiner Messschleife festzuhängen, aber er reagiert auf den Blitz trotzdem nicht.
  5. Ich habe die Energie noch etwas höher gedreht, was nichts veränderte.
  6. Das Video ist geschnitten, aber ich habe bestimmt 50x in verschiedenen Stufen geblitzt, aber er reagierte auf absolut keinen Blitz mehr. Auch nicht mehr auf der Energiestufe 2, bei der Lumu anfänglichen den Blitz noch erkennt hatte.
  7. Ich habe dann nichts anders gemacht, als die Messung vom Lumu zu stoppen und wieder starten und nochmal mit der Energiestufe 2 zu blitzen und dann hat er plötzlich wieder gemessen.

Herausgefunden habe ich, dass der kurze Abstand und der Reflektor die Problematik begünstigen.

Vergrößert man den Abstand und montiert den Reflektor ab, kommt es mit LED-Einstelllicht trotzdem gehäuft vor, dass er den Blitz einfach nicht erkennt und man zum Teil 5-10x blitzen muss, bis der Lumu den Blitz mißt.

Wie anfangs erwähnt tritt das Problem aber auch immer wieder unabhängig vom Einstelllicht auf.

Mit einem Techniker von Lumulabs habe ich das Problem besprochen und er hat mir bestätigt, dass LED-Licht sehr schnell pulsiert und der Lumu davon getäuscht wird. Er mißt richtigen Blitz dabei zwar, aber die Messung wird sofort durch die Messung des LED-Lichts wieder überschrieben.

Wie gut mißt der Lumu die Blitzdauer?

Blitzdauermessung

Zum Test der Blitzdauermessung wurde auch wieder der Lumu und der Sekonic nebeneinander auf einem Stativ befestigt und ein Profoto B1X im Abstand von 1m mit Standardzoomreflektor aufgebaut, der genau auf der Höhe und mittig in Richtung der Kalotten zeigte.

Es wurde bewusst der Profoto B1X gewählt, da seine kürzeste Abbrenndauer von 1/19.000s (t0.5s) im Messbereich vom Lumu mit 1/40.000s und dem Sekonic mit 1/55.000s liegt.

Ich habe den Profoto B1X in den Freeze-Modus geschaltet und nach einander von Stufe 2 bis 10 geblitzt. Das Einstelllicht war ausgeschaltet.

EnergiestufeProfoto B1X-AngabeLumu t0.5sSekonic t0.5s
21/190001/157001/21200
31/160001/125001/13100
41/120001/111001/12000
51/8000FLASH TOO HIGH1/11400
61/6000FLASH TOO HIGH1/8710
71/4500FLASH TOO HIGH1/6010
81/3000FLASH TOO HIGH1/3470
91/2000FLASH TOO HIGH1/1540
101/1000FLASH TOO HIGH1/1240

Bei diesem Test stieß der Lumu leider an sein Limit. Während der Sekonic keine Probleme hatte die Blitzgeschwindigkeiten zu messen war der Blitz bereits für den Lumu ab Stufe 5 zu hell.
Generell kam es auch bei anderen Tests recht oft vor, dass der Blitz für den Lumu zu hell war.

Ob die gemessene Blitzdauer korrekt ist, kann ich leider nicht sagen. Ich muss mich hier auf die Angaben aus der Bedienungsanleitung von Profoto verlassen. Generell liegt aber der Sekonic näher am Soll als der Lumu. Die vom Sekonic alleine ab Stufe 5 gemessenen Werte scheinen passend zu sein.

Interessant ist aus einer anderen Messung, dass der Lumu unterschiedliche Blitzgeschwindigkeiten mißt, je nach Abstand zwischen Lumu und Blitzkopf. Tendenziell mißt er bei einem größeren Abstand von ca. 1,5m kürzere Zeiten als bei ca. 50cm Abstand.
Das Messergebnis der Blitzdauer war beim Sekonic nicht vom Abstand abhängig.

Der Lumu kann die Farbtemperatur von Dauer- und von Blitzlicht messen

Farbtemperaturmessung

Der Lumu kann in der POWER-Version die Farbtemperatur von Umgebungslicht messen. In der PRO-Version sogar die Farbtemperatur von Blitzlicht.

Unabhängig welche Farbtemperatur gemessen werden soll, muss die Kalotte umgedreht und mit der flachen Seite zur Lichtquelle gehalten werden.

Im Einsatz in der Fotografie kann dies zum Beispiel die Graukarte ersetzen.
Es gibt sogar einen Modus, der die Farbtemperatur von Umgebungs- und Blitzlicht vergleicht und angibt, welche Gels auf dem Blitz angebracht werden müssen um es an das Umgebungslicht anzupassen, damit keine Farbtemperaturmischungen entstehen.

Es ist sehr einfach feststellbar, wie gut die Farbtemperaturmessung vom Lumu funktioniert. Ich habe dazu eine Graukarte abfotografiert und in Capture One den Weißabgleich darauf festgelegt. Der Kelvin- und Farbtonwert sollte dem entsprechen, was der Lumu gemessen hat.

Als Graukarte nutze ich meinen Xrite ColorChecker Passport.

Messung der Farbtemperatur des Umgebungslichts

Die Graukarte mißt 2611k
Der Lumu mißt 2630k

Die Graukarte wurde an der gleichen Stelle abfotografiert, wo auch der Lumu gemessen hat.
Der Lumu hat 2630k gemessen und Capture One über die Graukarte 2611k Umgebungstemperatur ermittelt. Somit scheint der Lumu hier ziemlich genau zu sein.

Messung der Farbtemperatur von Blitzlicht

Der Lumu hat einen Untermodus zum einfachen Messen der Farbtemperatur von Blitzlicht. Auf diesen ist über das mittlere Menü oben umschaltbar.

Die Farbtemperatur von Blitzlicht muss im Grunde nur einmal gemessen werden, da sie sich normalerweise nur im Toleranzbereich des Blitzes verändert. Sie bewegt sich in der Regel zwischen 5500K und 6500K.

Für diesen Test wurde die Graukarte vom Blitzlicht direkt angestrahlt und abfotografiert. Dann wurde an der gleichen Stelle mit dem Lumu die Farbtemperatur des Blitzlichts ermittelt.

Der Lumu mißt hier 7720K (Nicht auf dem Bild unten gezeigt). Über die Graukarte wird 6050K gemessen. Die Messung über die Graukarte entspricht der üblichen Farbtemperatur eines Profoto B1X.

Der Lumu liegt hier leider ziemlich daneben.

Messmodus Farbfilter für Blitzlicht

Über das obere mittlere Menü lässt sich weiter auf den Blitzfarbfiltermodus umschalten. In diesem Modus macht der Lumu eine Messung der Farbtemperatur des Umgebungslichts und des Blitzlichts und soll dann die entsprechenden Farbkorrekturfilter anzeigen, die auf den Blitz montiert werden müssen um die Farbtemperatur anzupassen.

Als Versuchsaufbau dient eine Szene mit einer Hintergrundbeleuchtung und einem Vordergrundmotiv, was ausschließlich durch den Blitz aufgehellt wird.

Der Weißabgleich aller Bilder in diesem Abschnitt wurde über eine Graukarte gemessen auf die Hintergrundbeleuchtung festgelegt.

Im Bild auf der rechten Seite wurde das Vordergrundmotiv mit Blitzlicht ohne Korrekturfilter aufgehellt. Man sieht deutlich die kalte und unpassende Farbtemperatur.

Testbild in Farbtemperatur der Hintergrundbeleuchtung
Testbild in Farbtemperatur der Hintergrundbeleuchtung mit nicht ausgeglichenem Blitz
Der Lumu mißt eine Blitzlichttemperatur von 7720k und schlägt vor entsprechende Gels anzubringen.

Der Lumu wird nun genutzt um den passenden Farbkorrekturfilter zu ermitteln.

Als erstes fällt leider auf, dass völlig unklar ist welcher der beiden Kelvinwerte die Farbtemperatur des Umgebungs- und welcher die Blitzlichts darstellt. Dies führt immer wieder zu Verwirrung. Eine Beschriftung hätte hier gut getan.

Der Lumu mißt eine Umgebungstemperatur von 2630K, wie schon weiter oben festgestellt ziemlich gut mit der Messung über die Graukarte von 2611K übereinstimmt.

Die Farbtemperatur des Blitzes liegt allerdings wie weiter oben auch schon geschrieben um ca. 1700K daneben, was vermuten läßt, dass die Vorschläge für die Farbkorrekturfilter nicht stimmen können.

Aber ich werde die Vorschläge trotzdem versuchen.

Ein 1/4 Minus Green Korrekturfilter stand leider nicht zur Verfügung.

Foto mit einem 1 und 1/2 CTO Gel gemacht

Dieses Bild wurde mit den vorgeschlagenen 1 1/2 CTO-Korrekturfilter gemacht. Es sieht schon garnicht schlecht aus. Eine erneute Messung mit dem Lumu zeigt 3050K an.

Die Graukarte mißt 2570K, was sehr nahe an der durch die Graukarte gemessene Farbtemperatur der Umgebung liegt. Dies ist auch die passendste Korrektur die ich mit meinen Filtern erreichen kann.

Die Abweichung zwischen Lumu und Graukarte ist hier kleiner geworden.

Allerdings schlägt er bei einer neuen Messung noch ein 1/4 CTO vor.

Hier sind wir schon näher dran und er misst 3050k. Er schlägt noch ein weiteres 1/4 CTO vor
Foto mit einem 1, 1/2 und 1/4 CTO

Mit einem 1, 1/2 und 1/4 CTO-Korrekturfilter wurde dieses Bild aufgenommen. Nach einer weitern Messung zeigt der Lumu nun eine Farbtemperatur von 2800K an. Die Graukarte 1700K, was wieder relativ weit vom Lumu entfernt ist.

Nun mißt er 2800k und schlägt noch ein 1/8 CTO vor

Er schlägt nun wieder einen weiteren 1/8 CTO-Korrekturfilter vor. Dieser Filter steht mir leider nicht zur Verfügung, so muss ich an dieser Stelle aufhören.

Interessant ist, dass der Lumu trotz der falsch gemessenen Farbtemperatur des Blitzlichts gleich zu Beginn den passenden Vorschlag für die CTO-Korrekturfilter gemacht hat. Ob das reiner Zufall war oder ob man der Funktion vertrauen kann, kann ich leider nicht sagen. Tendenziell würde ich ihr eher nicht vertrauen, denn die Ausgangsmessung für die Farbtemperatur des Blitzes zeigte schon falsche Werte an.

Allerdings wollte er danach auch weitere Korrekturfilter anbringen, was nicht nötig wäre. Schöner wäre es, wenn er sich beim Vorschlagen sicher wäre. Das ein Vorschlag auf Anhieb passt. Aber so macht es den Eindruck eines Herantasten oder Ausprobieren. In einer anderen Testszene war das Verhalten ähnlich.

Hier zum Vergleich der unkorrigierte Blitz und der passend korrigierte Blitz mit einem 1 1/2 CTO-Korrekturfilter.

Weiter kam es leider während des Testens sehr oft vor, dass die Lumu App keine Farbtemperatur mehr für Blitz- oder Umgebungslicht gemessen hat. Erst nachdem der Modus komplett verlassen und neu betreten wurde, funktionierte es wieder.

Wie lange kann man seinen Lumu verwenden?

Lebensdauer des Lumu Power 2

Hier geht es nicht um die Verarbeitungsqualität des Lumu und wie lange das Gerät an sich funktionieren wird, sondern eine Reihe an Denkanstößen, wie lange man etwas von seiner Investition in den Lumu als Belichtungsmesser hat.

Dies ist eine Frage, die man sich bisher bei einem Sekonic nie stellen musste. Man kauft sich einen Sekonic und er funktioniert einfach.
Solange das Gerät funktioniert (Und um einen Sekonic kaputt zu bekommen bedarf es sehr viel), solange es AA-Batterien gibt und solange Licht so strahlt wie es heute strahlt ist der Sekonic immer nutzbar. Wenn also nichts blödes passiert, kann man einen Sekonic vermutlich sein ganzes Leben lang verwenden und noch vererben.

Die Abhängigkeit iPhone

Beim Lumu ist das aber ganz anders. 
Der Lumu ist wertlos ohne das iPhone.

Erstes Problem ist der Anschluss. Aktuell verwendet der Lumu den Lightning-Anschluss um sich mit dem iPhone zu verbinden. Wir wissen alle, wie schnelllebig die Welt der Mobiltelefone ist. Apple hat aber jetzt schon damit angefangen, das neue iPad mit einem USB-C-Anschluss auszustatten. Ich vermute, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann auch das iPhone mitzieht.

Ändert Apple den Anschluss, ist man in der Bredouille, entweder sein iPhone lange nicht zu erneuern oder kann den Lumu nicht mehr einsetzen. Bei Anschlusswechsel gibt es zwar meistens von Apple einen Adapter, aber das ist nur eine Notlösung und macht den Aufbau nicht grade stabiler.
Oder man ist gezwungen einen neuen Lumu mit USB-C-Anschluss zu kaufen, wenn es ihn den gibt.

Lumulabs bietet für Besitzer des alten Lumu Lite für die 3,5″-Audiobuchse ein Update-Programm an bei dem man eine kleine Ermässigung erhält, wenn man seinen alten Lumu einschickt. Natürlich ist der Neukauf trotzdem mit Kosten verbunden.

Die Abhängigkeit Lumu App

Der Lumu ist nicht nur ohne das iPhone wertlos, auch ohne seine App kann man damit nichts anfangen.

Würde die App aus irgendwelchen Gründen nicht auf einer neuen Version von iOS laufen, hat man ein Problem.

Auch schon alleine wenn die App nicht für die neueste iOS-Version oder nicht für eine neue Bildschirmgröße optimiert wurde, macht das Arbeiten damit keinen Spaß. Wer möchte heute unter iOS 12 noch mit einer App aus der Zeit von iOS 6 arbeiten?

Die Abhängigkeit Lumulabs

Beides führt direkt zu einer Abhängigkeit zum Hersteller des Lumu, der Firma Lumulabs.

Laut deren Webseite hat die Firma nur vier Mitarbeiter. Es ist also durchaus eine berechtigte Frage, was den passiert, wenn die Firma Lumulabs den Laden dicht macht?

Es wird zunächst keine Weiterentwicklung der Lumu App mehr geben. Keine Fehlerbehebungen, keine Updates für neue iOS-Versionen und neue iPhones, keine neuen Funktionen. Dies kann bis zur völligen Wertlosigkeit des Geräts gehen.

Weiter wird es keine Weiterentwicklung des Lumu mehr geben. Keine neue Version mit eventuell neuem Anschluss um neue iPhones zum Beispiel mit USB-C zu unterstützen.
Somit natürlich auch kein Update Program.

Diese Abhängigkeiten sollten einem bewusst sein, wenn man sich für den Lumu entscheidet.

Lohnt sich die Anschaffung?

Werde ich den Lumu Power 2 behalten?

Die Idee vom Lumu Power 2 klingt zunächst sehr interessant. Deshalb habe ich ihn mir auch bestellt und genau angeschaut.

Ich bin wie gesagt primär an seiner Leistung als Belichtungsmesser für Blitz- und Dauerlicht, Spot- und Mehrfeldmessung und Farbtemperaturmessung von Blitz- und Dauerlicht und der Möglichkeit nötige Farbkorrekturfilter vorzuschlagen interessiert.

In einigen Fällen liefert der Lumu gute und passende Werte. Allerdings gibt es viele Situationen, in denen auf den Lumu absolut kein Verlass ist. In denen er völlig falsche Werte mißt, oder man sehr schnell Messlimits erreicht, in denen er dann überhaupt nichts mehr messen kann. Bis hin zu völliger Verweigerung zu messen, weil er mit dem LED-Einstelllicht Probleme hat, oder er Blitze zum Messen nicht mitbekommt.

Auch die Farbtemperaturmessung für Blitzlicht und die Korrekturfiltervorschläge, die für mich der Hauptgrund für den Lumu waren, scheinen nicht zuverlässig zu sein bzw. merkwürdige Werte zu messen.

Mein Resümee ist daher leider, dass der Lumu kein zuverlässiges und genaues Messinstrument ist und ich davon abrate ihn zu kaufen. Ich werde ihn deshalb zurückgeben.

Ich empfehle das Geld besser in einen zuverlässigen, ausgereiften und genauen Belichtungsmesser von Sekonic zu stecken. Auch wenn ein Belichtungsmesser von Sekonic sein Geld kostet, ist er das auf jeden Fall wert. Damit wird man am Ende mehr Freude haben. Sekonic hat auch Belichtungsmesser im Taschenformat, wie den L-308X Flashmate, im Angebot, die den meisten Fotografen vermutlich ausreichen werden, die schon ab ca. 215€ zu haben sind.

Schlechte Erreichbarkeit der Firma Lumulabs

Ein leider weiteres Argument gegen den Lumu ist die schlechte Erreichbarkeit der Firma Lumulabs.

Ich habe mehrfach mit Lumulabs kommuniziert bzw. wollen, aber entweder bekam ich überhaupt keine Antwort, musste mehrfach nachfragen oder bekam erst relativ spät eine Antwort.

Als ich den Lumu zurücksenden wollte, hatte ich zwischenzeitlich sogar Angst, ich könnte mein Geld nicht wieder bekommen. Weil auf meine erste Anfrage an den Support auch nach fünf Tagen keine Antwort kam. Nach nochmaligen Nachfragen bekam ich am sechsten Tag vom Chef persönlich ein Rücksendeaufkleber.

Und das alles, obwohl sie auf der Webseite behaupten immer innerhalb von 24 Stunden zu antworten.

Dieses Verhalten wirft für mich ein schlechtes Bild auf die Firma Lumulabs.

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